Woher komme ich eigentlich? Ja okay, die biologische Feinheiten sind mir bekannt, ebenso wie einige geographische, aber was hat mich so gemacht wie ich bin?

Ich denke, dass hat mit meiner Lebensgeschichte zu tun. Meine Jugend auf ein kleines Dorf was in ohem Tempo zu ein großes Dorf wurde und jetzt mit einige andere Dörfer eine Gemeinde bildet. Meine Zeit an der katholische Schule in diesem Dorf, eine Zeit mit Pinguine und prügelnden Mitschüler. Die Zeit in Amsterdam und alles was in dem jeweiligen Lebensabschnitt hinein gehört.

Und dann die Wende, Mai 1982, ein Neuanfang in vieler Hinsicht, mein endgültigen Umzug nach Deutschland in 1985, meine Hochzeit in 1987, die eigene Kinder und die viele die nur vorübergehend in unsere Familie aufgenommen wurden, bis hin zu unserem Umzug nach Bremen in 2002.

Auch wenn ich hier nicht zu sehr in Details gehen will, mein Leben so wie ich es heute leben kann fing erst mit der Wend in 1982 an. Auch wenn ich viele Beteiligten vergeben habe und anderen ebenso um vergebung gebeten habe, manches schmerzt immer noch und ungefltert will ich das hier jetzt nicht beschreiben.

Die Summe jedoch von Allem hat mich zu dem geformt den ich heute bin. Und da ich von viele Menschen positiv wahrgenommen werde bin ich mal so frei zu sagen, dass entgegen die Vorhersagen in meiner Kindheit udn Jugend doch noch etwas halbwegs anständiges aus mir geworden ist.

Warum aber schreibe ich das so?

Nun, einerseits um Menschen die diese Zeilen lesen Mut zu machen. Für Eltern, auch wenn manches bei den Kindern heute nicht so funktioniert wie man es gerne sehen würde oder sich geträumt hat, verliere nicht der Hoffnung. Vielleicht solltet ihr euch lösen von dem, was ihr euch vorstellt, eure Vorstellung von glücklich sein muss nicht die Vorstellung eure Kinder sein. Stärker noch, es ist diese mit eine gewissen Sicherheit tatsächlich nicht. Wenn ihr eure Kinder glücklich wünscht, dann schaue nach dem, was sie anstreben und versuche sie dabei, so gut es geht und so lange wie es nicht gegen den eigenen Grundsätze verstößt, zu unterstützen.

Als ich vor einige Jahre im Gespräch mit jemanden erwähnte, dass ich es wichtiger finde dass meine Kinder glücklich sind und es nicht darum geht, dass sie meine Erwartungen erfüllen, schaute er mich mit große Augen an. „Ich kenne ein Teil Deiner Geschichte und finde es wunderbar, dass Du das so sagen kannst…“, waren seine Worte.

Und für die Kinder die verzweifeln an den (vermeintliche) Erwartungen der Eltern, löst euch davon und geht euren Weg. Nicht aus Protest grundsätzlich opposition, sondern überlegt. Es kommt ein Tag, da werden eure Eltern vielleicht doch sagen, dass sie stolz darauf sind, was ihr erreicht habt. Oder anderen werden berichten, wie eure Eltern stolz berichten was die Kinder erreicht haben.

Und wenn ihr verzweifelt, dann schaut auf mich.

Mein Vater konnte es mir nicht mehr sagen, meine Mutter hat es vor kurzem gesagt. Es hat viele Jahre gebraucht, sie ist mittlerweile die 95 Jahre Marke passiert und gesundheitlich definitiv auf dem Weg zum Ende.

Eltern, lässt sie gehen, Kinder geht hin, es gibt Hoffnung!

 

Olav

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